Aufgabe 9

I. Sätze

Herr Freitag liest diesses Inserat:

Gesucht
junger Mann, zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre, einige Bürokenntnisse, Kurzschrift, Schreibmaschine.
Wilhelm Bode & Co. Büroartikel en gros. Zehn bis drei

Herr Freitag geht in das Büro von Bode & Co.

Mr. Freitag reads this ad:

Wanted
young man 20-25 years old, knowledge of office procedure, shorthand, typing.
Wilhelm Bode & Company, wholesale office equipment. 10-3

Mr. Freitag goes to the office of Bode & Company.

1. Herr Freitag: Kann ich Herrn Bode sprechen? F: May I see Mr. Bode?
2. Fraülein in Büro: Einen Augenblick bitte. Herr Bode ist gleich frei. Bitte, Herrn Bodes Zimmer ist die dritte Tür rechts. Secretary: One moment please. Mr. Bode will be with you in a moment. Mr. Bode's room is the third door on the right.
3. F: Guten Tag, mein Name ist Paul Freitag. Ich möchte fragen, ob die Stelle noch frei ist? F: How do you do. My name is Paul Freitag. May I ask if the position is till open?
4. B: Sie ist noch nicht besetzt. Setzen Sie sich bitte. Wie war doch Ihr Name? B: It is not taken yet. Sit down plase. What did you say your name was?
5. F: Paul Freitag. F: Paul Freitag.
6. B: Wie alt sind Sie? B: How old are you?
7. F: Ich bin am einundzwanzigsten April neunzehnhundertdreiundvierzig geboren, bin also gerade zweiundzwanzig Jahre alt. F: I was born on April 21st, 1943. I am just 22.
8. B: Wo sind Sie geboren? B: Where were you born?
9. F: Ich bin in Münster in Westfalen geboren. F: I was born in Munster in Westphalia.
10. B: Wieviele Einwohner hat die Stadt? B: How many inhabitants has the city?
11. F: Ich glaube, ungefähr hundertzwanzigtausend. F: I think about 120,000.
12. B: Wo wohnen Sie hier? B: Where do you live here?
13. F: Meine Adresse ist Lutherstrasse einundzwanzig zweiter Stock. F: My address is 21 Luther St., third floor.
14. B: Haben Sie Telefon? B: Do you have a telephone?
15. F: Ja, unsere Telefonnummer ist zweiundvierzig zwei dreiundfünfzig. F: Yes, our telephone number is 42 2 53.
16. B: Wohnen Sie bei Ihren Eltern? B: Do you live with your parents?
17. F: Ich wohne bei meiner Mutter, mein Vater ist vor zweieinhalb Jahren gestorben. F: I live with my mother, my father died two and a half years ago.
18. B: In welcher Schule waren Sie? B: Where did you go to school?
19. F: Ich war vier Jahre, von neunzehnhundertfunfzig bis vierundfunfzig, in einer Dorfschule in Westfalen. Ich war funf Jahre in einer Hoheren Schule in Schwaben und schliesslich war ich anderthalb Jahre in einer Handelsschule. F: I went to a rural school in Westphalia for four years from 1950-54. I went to a high school in Swabia for five years and finally I went to a commercial school for one year and a half.
20. B: Können Sie etwas Englisch? B: Do you know any English?
21. F: Ja, Ich kann Englisch sprechen und schreiben. Vor drei Jahren war ich ein Jahr lang bei meinem Onkel in England. F: Yes, I can speak and write English. Three years ago I stayed with my uncle in England for a year.
22. B: Seit wann arbeiten Sie? B: How long have you been working?
23. F: Seit zwei Jahren, und zwar seit vierzehn Monaten bei Herrn Bayer, wo ich jetzt bin. F: I have been working for two years, fourteen months of that time with Mr. Bayer, where I work now.
24. B: Danke schön. Herr Freitag, das ist alles, was ich wissen will. Warten Sie, heute ist --- B: Thank you Mr. Freitag, that's all I want to know. Wait a minute, today is ---
25. F: Heute ist der siebenundzwanzigste Mai. F: Today is the 27th of May.
26. B: Stimmt; morgen ist Sonnabend; übermorgen ist Sonntag. Rufen Sie mich bitte am Montag, den dreissigsten Mai um 11 Uhr an. Dann gebe ich Ihnen Bescheid. Auf Wiedersehen, Herr Freitag. B: Correct. Tomorrow is Saturday. The day after tomorrow is Sunday. Please call me on Monday, May 30th, at 11 o'clock. I'll let you know then. Goodbye, Mr. Freitag.
27. F: Vielen Dank, Herr Bode. Guten Tag! F: Thank you, Mr. Bode, good day.

 

Grundzahlen (cardinal numbers)

1 eins
2 zwei
3 drei
4 vier
5 fünf
6 sechs
7 sieben
8 acht
9 neun
10 zehn

0 null

11 elf
12 zwölf
13 dreizehn
14 vierzehn
15 fünfzehn
16 sechzehn
17 siebzehn
18 achtzehn
19 neunzehn
20 zwanzig

1000 tausend

21 einundzwanzig
22 zweiundzwanzig
23 dreiundzwanzig
24 vierundzwanzig
u.s.w.
30 dreissig
40 vierzig
50 fünfzig
60 sechzig
70 siebzig

10,000 zehntausend

80 achtzig
90 neunzig
100 hundert
101 hundertundeins
u.s.w.

1 1/2 anderthalb
2 1/2 zweieinhalb
3 1/2 dreieinhalb
u.s.w.

100,000 hunderttausend

1,000,000
1,000,000,000
1,000,000,000,000
eine Million
eine Milliarde
eine Billion
         5,000,000
3,000,000,000
7,000,000,000,000
fünf Millionen
drei Milliarden
sieben Billionen

 

Ordnungezahlen (ordinal numbers)

der (die, das) erste
der zweite
der dritte
der vierte
der fünfte
der sechste
der siebente
der achte
u.s.w. bis
der neunzehnte
the first
the second
the third
the fourth
(etc.)
         der zwanzigste
der einundzwanzigste
u.s.w.
der dreissigste
der vierzigste
der fünfzigste
der sechzigste
u.s.w.
der hundertste
der tausendste

 

Wochentag, Monat, Jahreszeit

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Sonnabend*
Sonntag

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

Monday
Tuesday
Wednesday
Thursday
Friday
Saturday
Sunday

spring
summer
fall
winter

         Januar**
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
January
February
March
April
May
June
July
August
September
October
November
December

* In Süddeutschland und im Rheinland sagt man gewöhnlich Samstag.
** In Austria Jänner.
Note: In German, numbers are not spelled out any more often than in English.

 

II. Grammatik

a) Ich war vier Jahre in einer Dorfschule.
    Ich war ein Jahr lang in England.
These two statments answer a question introduced by "wie lange?"

Wie lange waren Sie in Deutschland? (How long were you in Germany?)

Ich war einen Tag (eine Woche, einen Monat, ein Jahr) in Deutschland.
Ich war zwei Tage (zwei Wochen, zwei Monate, zwei Jahre) in Deutschland.
The extension of time (einen Tag, eine Woche, etc.) is always put into the accusative. It may be followed by the word "lang."
b) Seit zwei Jahren aroeite ich.
This statement answers a question introduced by "seit wann?" The verb is always in the present tense.

Seit wann sind Sie in New Haven? (Since when have you been in N.H.?)

Ich bin seit einer Woche (einem Monat, einem Jahr) in New Haven.
Ich bin seit zwei Wochen (zwei Monaten, zwei Jahren) in New Haven.
"seit" is one of the prepositions always followed by the dative. (See Aufgabe 8, Grammatik b). "(seit) zwei Wochen" etc. is a dative plural. (The dative plural ending for practically all nouns is "n".)
You use the same construction ("seit" followed by the dative) in your answer, if either one of the following two variations of the above question occurs:
Seit wann sind Sie schon in New Haven?
Wie lange sind Sie schon in New Haven?
c) Vor drei Janren war ich in England.
This statment answers a question introduced by "wann?"

Wann waren Sie in Deutschland?

Ich war vor einer Woche (einem Monat, einem Jahr) in Deutschland.
Ich war vor zwei Wochen (zwei Monaten, zwei Jahren) in Deutschland.
d) Heute ist der 27. Mai.
Dates my be expressed in different ways:
Der wievielte ist heute?
Welches Datum ist heute?
Heute ist der fünfte Mai.
(Nom. after "ist")
Den wievielten haben wir heute?
Welches Datum haben wir heute?
Heute haben wir den fünfte Mai.
(Acc. after "haben")
e) Ich bin am 21. April geboren.
The question "wann sind Sie geboren?" may be answered in different ways:
Ich bin am dritten August 1945 geboren.
Ich bin im August geboren. Ich bin im Sommer geboren.
Ich bin im Jahre 1945 geboren.
Ich bin 1945 geboren.

Mein Geburtstag is am dritten August.
Mein Geburtstag is im August (im Sommer).

f) Ich bin am einundzwanzigsten April geboren.
Ordinals take the same endings as qualifying adjectives. (See Aufgabe 8, Grammatik g)

Nominative Ordinals take the same endings
Das ist der nächste Bahnhof.
das nächste Café.
die nächste Bank.
Der dritte Mai ist heute.
Das dritte Bier ist dies.
Die dritte Fünfzig ist das schon.

Accusative
Er geht in den nächsten Bahnhof.
das nächste Café.
die nächste Bank.
Den dritten Mai haben wir heute.
Das dritte Bier triken wir jetzt.
Die dritte Fünfzig hat er schon.

Dative
Wie komme ich zum nächsten Bahnhof?
zum nächste Café?
zur nächste Bank?
Am dritten Mai ist keine Vorlesung.
Beim dritten Bier sind wir schon.
Bei der dritten Fünfzig halle ich durch.


 

III. Übungen

Wieviel ist 18 und (plus, +) 3 ?
6 und 4
3 und 8
35 und 55
 
18 + 3 ist (=) 21
Wieviel ist 18 weniger (minus, -) 3 ?
6 weniger 2
12 weniger 4
1680 weniger 380
 
18 - 3 = 15
Wieviel ist 18 mal (x) 3 ?
6 mal 4
9 mal 2
25 mal 2
 
18 x 3 = 54
Wieviel ist 18 geteilt durch (:) 3 ?
21 geteilt durch 7
45 geteilt durch 9
99 geteilt durch 11
18 : 3 = 6

Wie lange bleiben Sie hier?
    Ich bleibe einen Tag hier. (Woche, Monat, Jahr) (4, 8, 1 1/2)

Seit wenn lernen Sie Deutsch?
    Ich lerne seit einem Monat Deutsch. (Woche, Jahr) (2, 6, 3 1/2)

Seit wenn sind Sie schon in New Haven?
    Ich bin schon seit einer Woche hier. (Monat, Jahr) (2, 6, 2 1/2)

Wenn war Herr Müller in New York?
    Herr Müller war vor einem Monat in New York. (Woche, Jahr) (2, 5, 3)

Wann waren Sie im Kino?
Wann waren Sie zu Hause?

Der wievielte ist heute?
Welches Datum ist heute?
  Heute ist der 1. 12. 1955
11. 1. 1919
7. 5. 1945
15. 8. 1945
(Der erste Dezember neunzehnhundertundfünfundfünfzig)

Den wievielten haben wir heute?
Welches Datum haben wir heute?
  Heute haben wir den 25. 12. 1955
1. 4. 1950
4. 7. 1776
3. 10. 1954
(Den fünfundzwanzigsten ....)

Der wievielte war gestern?
Der wievielte war vorgestern?
Der wievielte ist morgen?
Der wievielte ist übermorgen?

Wann sind Sie geboren?
In welchem Jahr sind Sie geboren?
An welchem Tag sind Sie geboren?
Wann ist George Washington geboren? 22. 2. 1732
Wann ist Goethe geboren? 28. 8. 1749

Wann ist Ihr Geburtstag?
Wann ist Ihr Namenstag?

Wann haben Sie Geburtstag?
Wann hat Ihr Bruder Geburtstag?

Wann fängt das zweite Semester an?
Wann fängt die Sommerferien an?

Wieviele Einwohner hat New Haven ungefähr?
Wieviele Einwohner hat Ihre Heimatstadt?


 
 

IV. Unterhaltung

An der Haltestelle

Fräulein Müller, Herr Lang und Herr Schulze kommen aus dem Café. Sie stehen an der Haltestelle und warten auf ihren Autobus. Endlich kommt er.

Lang: Bitte schön, Fräulein Müller, nach Ihnen.
(Fräulein Müller steigt zuerst ein, dann Herr Lang, zuletzt steigt Herr Schulze ein.)
Schulze: Wollen Sie nich am Fenster stizen, Fräulein Müller? Dort ist ein Fensterplatz, und gegenüber sind zwei Plätze frei.
Müller: Danke sehr.
(Sie setzen sich.)
Wie lange bleiben Sie noch in Berlin, Herr Schulze?
Schulze: Ich bleibe bis zum dritten August hier.
Müller: Warum denn gerade bis zum dritten?
Schulze: Ja, wissen Sie, ich habe am 2. August Geburtstag.
Müller: Ach, meiner ist am ersten. Darf ich fragen, wie alt Sie sind?
Schulze: Denken Sie, ich bin schon 24 Jahre alt.
Müller: Und Sie Herr Lang?
Lang: So alt bin ich noch nicht. Inch bin 19__ geboren, bin also erst 20.
(Der Schaffner kommt herein)
Schulze: Da kommt der Schaffner, wir müssen bezahlen.
Müller: Ich bezahle aber für mich, meine Herren. 25 Pfennig, nicht wahr?
Schulze: Ach, lassen Sie mich doch. --- Du meine Güte, ich habe ja kein Kleingeld, ich habe nur zehn Mark in meiner Tasche!

Fragen:

  1. Wo kommen die drei Personen her?
  2. Wo stehen sie? Warum?
  3. Was sagt Herr Lang, als der Autobus kommt?
  4. Wer steigt zuerst ein, wer dann, wer zuletzt?
  5. Welche Plätze sind frei?
  6. Warum bleibt Herr Schulze gerade bis zum 3. August in Berlin?
  7. Wie alt ist Herr Schulze und wie alt ist Herr Lang?
  8. Wem bezahlen sie ihr Geld?
  9. Wieviel kostet es?
  10. Wer möchte für Fräulein Müller bezahlen?
  11. Warum kann er nicht?

 

V. Lesen und Sprechen

Ein Brief
Berlin, den 25, Oktober 1956

Mein lieber Herr Jones!

Sie sind erst zwei Monate wieder in America, und schon schreiben Sie mir einen englischen Brief. Haben Sie denn Ihr Deutsch schon vergessen?

Sie wollen wissen, warum ich nicht schreibe. Ja, denken Sie, wir zihen um. Bei Brauns über uns geht das Radio immer noch von morgens bis abends. Dazwischen bellt der Hund, und die Kinder schrein. Dabei kann mein Vater nicht arbeiten. Wir ziehen in ein kleines Haus, wo keiner über uns wohnt.

Vorgestern war unsere erste Vorlesung an der Universität. Ich höre wieder Englisch bei Professor Hausmann. Sie wissen, wie schwer das ist, und ich weiss nicht, wie ich ohne Sie auskommen soll.

Rechts neben mir sitzt wieder Herr Walter, der mit der Brille. Vor mir stizt Herr Nagel, ein neuer Student, und hinter mir stizt Hans Weiss, der so gut englisch spricht. Mit dem möchte ich zusammen arbeiten. Es ist schade, dass sie nicht mehr hier sind.

Schreiben Sie mir bald. Ich möchte wissen, was Sie im Winter machen und wie Ihre neue Adresse ist.

  Viele herzliche Grusse
     Ihre
Marie Schmidt

 

Typical way to address an envelope:

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|                                      ---   |
|    Herrn / Frau / Fräulein          |   |  |
|    Vorname Nachname                 |   |  |
|                                      ---   |
|    8 Munchen 13                            |
|    Ottostrasse 5/III                       |
|    Deutschland                             |
|                                            |
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