Aufgabe 7

I. Sätze

Herr und Frau Dr. Schneider sitzen an einem Tisch in einem Café. Herr Dr. Schneider bestellt ein Glas Bier für sich und eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen für seine Frau.

Zwei Studenten, Schmidt, und ein Freund von ihm, Fischer, stehen draussen auf der Strasse vor dem Eingang des Cafés.

Dr. and Mrs. Schneider are sitting at a table in a cafe. Mr. Schneider orders a glass of beer for himself, and a cup of coffee and a piece of cake for his wife.

Two students, Schmidt and a friend of his, Fischer, are standing outside in the street, in fron of the cafe.

1. Schmidt: Sehen Sie den Mann da drinnen? Er ist ein Kollege meines Vaters. S: That man in there is a colleague of my father's. Do you see him?
2. Fischer: Welchen Mann meinen Sie? Meinen Sie den, der neben einer Dame sitzt und die Zeitung liest? F: Which man do you mean? The one who's sitting beside a lady and is reading a newspaper?
3. S: Ja, kennen Sie ihn? S: Yes, do you know him?
4. F: Nein, wie heisst er? F: No, what is his name?
5. S: Er heisst Dr. Schneider, und die Dame neben ihm ist seine Frau. S: His name is Schneider, and the lady beside him is his wife.
6. F: Ach, sind das nicht Fritz Schneiders Eltern? F: Oh, are they not Fritz Schneider's parents?
7. S: Ja, natürlich. Ich habe ganz vergessen, Fritz Schneider is ein Freund von Ihnen. S: Yes, certainly. I forgot completely that Fritz Schneider is a friend of yours.
8. F: Kommen Sie, wir sagen "Guten Tag." F: Let's go and say "hello."
9. S: Guten Tag, Herr Doktor. Wie geht es Ihnen? S: Good morning, Mr. Schneider, how are you?
10. Dr: Ach, guten Tag, Herr Schmidt. Es geht mir gut, danke. Sie kennen meine Frau, nicht wahr? Dr: Oh, good morning, Mr. Schmidt, I'm fine, thank you. You know my wife, don't you?
11. S: Ja, natürlich. Guten Tag, gnädige Frau. Darf ich vorstellen: Herr Fischer -- Herr und Frau Dr. Schneider. S: Yes, of course, how do you do, Mrs. Schneider. Mr. and Mrs. Schneider, may I present Mr. Fischer?
12. Dr: Freut mich sehr.
Frau: Freut mich sehr.
Dr: Glad to know you.
Mrs: Glad to know you.
13. F: Sehr angenehm. F: How do you do.
14. S: Herr Fischer ist ein Freund Ihres Sohnes. S: Mr. Fischer is a friend of your son's.
15. Frau: Setzen Sie sich doch zu uns, meine Herren. Wir warten gerade auf unseren Sohn und unsere Tochter. Mrs: Do sit down with us gentlemen; we are just waiting for our son and our daughter.
16. Dr: Einen Augenblick mal, dieser Stuhl ist frei, und da drüben ist auch noch einer. Dr: Just a moment, this chair is not occupied and over there is another one.
17. F: Danke schön, Herr Doktor, aber wir haben leider keine Zeit. F: Thank you, Mr. Schneider, but we unfortunately haven't got time.
18. S: Wir haben jeden Tag um diese Stunde Kolleg. S: We have a class everyday at this time.
19. Dr: Das tut mir leid, meine Herren. Auf Wiedersehen. Dr: I'm sorry, gentlemen. Good-bye.
20. Frau: Auf Wiedersehen. Besuchen Sie uns doch mal. Mrs: Good-bye. Come and see us sometime.

 

II. Grammatik

a) Wir haben jeden Tag eine Vorlesung.
"jeder" belongs to the der-words, all of which take the same endings as the definite article "der, das, die". (See Aufgabe 6, Grammatik e).

nom jeder jedes jede
acc jeden jedes jede
dat jedem jedem jeder
gen jedes jedes jeder

The other der-words are: dieser (this), welcher (which, which one), and mancher (many a, some).

b) Setzen Sie sich doch zu uns.

"sich setzen" is a reflexive verb. (Review reflexive pronouns, Aufgabe 6, Grammatik d).

ich setze mich an einen Tisch
er (sie) setzt sich an ein Fenster
wir setzen uns auf eine Bank
Sie (sie) setzen sich auf einen Stuhl

Note the difference between "sich setzen" (to sit down) and "sitzen" (to be sitting).

ich sitze an einem Tisch
er (sie) sitzt an einem Fenster
wir sitzen auf einer Bank
Sie (sie) sitzen auf einem Stuhl

c) Er ist ein Freund von mir.

Das ist ein Freund von ihm, von ihr, von uns, von Ihnen, von ihnen. (Review Aufgabe 6, Grammatik a).

d) Herr Fischer ist ein Freund meines Sohnes
seines Sohnes
ihres Sohnes
unseres Sohnes
Ihres Sohnes
ihres Sohnes
meiner Tochter
seiner Tochter
ihrer Tochter
unserer Tochter
Ihrer Tochter
ihrer Tochter

(Review Aufgabe 5, Grammatik a).

e) Er ist ein Kollege meines Vaters.

"der Kollege" belongs to a group of der-nouns (from now on, we shall call them weak nouns), that end in "en" in all cases, singular and plural, except in the nominative singular. We had already "der Student", "der Deutsche", and "der Herr" ("der Herr" adds "n" instead of "en" in the singular).
Das ist mein Kollege.
Kennen Sie meinen Kollegen?
Sprechen Sie mit meinem Kollegen!
Das ist das Haus meines Kollegen.

f) Plurals that have appeared so far or will appear in this unit are:

der Deutsche
der Herr
der Satz
der Schuh
der Student
der Tisch
die Deutschen
die Herren
die Sätze
die Schuhe
die Stuenten
die Tische
das Buch
das Fenster
das Heft
die Bücher
die Fenster
die Hefte
die Bank
die Mappe
die Minute
die Sache
die Tasche
die Zeitschrift
die Bänke
die Mappen
die Minuten
die Sachen
die Taschen
die Zeitschriften

 

III. Übungen

1. Wer muss arbeiten?
    Jeder Student muss arbeiten. (Lehrer, Frau, Sekretärin, Kollege)

2. Was ist jetzt zu? Was ist jetzt auf (= geöffnet)?
    Jedes Haus ist jetzt zu (u.s.w.). (Geschäft, Hörsaal, Hotel, Bank)

3. Wann haben Sie Kolleg?
    Jeden Tag habe ich Kolleg. (Mittwoch, Morgen, Abend)

4. Wen (oder was) kennen Sie?
    Ich kennen diesen Studenten. (Professor, Geschäft, Hotel, Stadt, Dame, Bank, Café, Fräulein, Universität)

5. Wo treffen Sie sich?
    Wir treffen uns in dem Geschäft. (Universität, Hotel, Café, Hörsaal)

6. Wohin setzen Sie sich?
    Ich setze mich auf den Stuhl. (Tisch, Bank, Strasse, Glas, Geld, Jacke)

7. Wo sitzen Sie?
    Ich sitze auf dem Stuhl. (Tisch, Bank, Strasse, Glas, Geld, Jacke)

8. Auf wen (oder was) warten Sie?
    Ich warte auf meinen Freund. (Professor, Tochter, Strassenbahn, Bier)

9. Was haben Sie vergessen?
    Ich habe meine Brille vergessen. (Heft, Brief, Jacke, Füllfederhalter, Bleistift, Geld)

10. Was haben Sie im Hörsaal gelassen?
      Ich habe meine Jacke im Hörsaal gelassen. (Brille, Heft, Brief, Füllfederhalter, Bleistift, Geld)

11. Wessen Freund ist Herr Schulze?
      Er ist ein Freund von mir. (uns, Herrn Müller, Frau Müller, Frl. Müller)

12. Wessen Freund ist Herr Schulze?
      Er ist ein Freund meines Sohnes. (Sekretärin, Lehrer, Vater)

13. Sie stellen Ihren Freund, Herrn Schmidt, Ihrem Eltern (Ihrem Professor, Fräulein Bauer) vor. Was sagen Sie?

14. Sie bestellen eine Tasse Kaffee (ein Stück Kuchen, ein Glas Bier). Was sagen Sie?
 
 

IV. Unterhaltung

Dies hier ist Herr Traube. Er ist ein deutscher Student, ein guter Freund von Fritz Schneider. Es geht ihm schlecht, er ist nervös und kann nachts nicht schlafen. Zu welchem Doktor soll er gehen? Natürlich geht er am besten zum Dr. Schneider, dem Vater seines Freundes. Der wohnt in Königstr. 11, in der Mitte der Stadt. Da muss er mit der Strassenbahn fahren. Er steigt vor der Universität ein und fährt bis zur Königstrasse. An der Ecke ist Dr. Schneiders Haus. Er liest das Schild:

Dr. Schneider
prakt. Arzt
9-11 16-18

Herr Traube Klingelt, und Frau Schneider macht die Tür auf.

Traube: Guten Tag, gnädige Frau, entschuldigen Sie bitte, kann ich Herrn Dr. Schneider sprechen?
Frau: Kommen Sie bitte ins Wartezimmer, und setzen Sie sich bitte. Wie ist Ihr Name bitte?
Traube: Ich heisse Otto Traube. Ich bin ein Freund Ihres Sohnes. Wir haben ein Kolleg zusammen und arbeiten oft zusammen.
Frau: Einen Augenblick bitte. Mein Mann hat um diese Zeit keine Sprechstunde, aber ich will sehen, ob er frei ist.

(Frau Schneider geht ins Sprechzimmer ihres Mannes. Nach zwei Minuten kommt sie wieder)

Frau: Es tut mir leid, Herr Trube, aber mein Mann hat im Augenblick keine Zeit. Ein Kollege ist bei ihm, und sie arbeiten zusammen.
Traube: Wann fängt die Sprechstunde an?
Frau: Um vier Uhr. Wollen Sie wiederkommen oder warten?
Traube: Ich möchte warten. Es geht mir nicht besonders gut, und ich wohne weit von hier.
Frau: Setzen Sie sich doch auf den Stuhl am Fenster. Möchten Sie etwas lesen? Hier ist die Zeitung, und da sind Zeitschriften.
Traube: Vielen Dank, gnädige Frau.

Fragen (Questions):

  1. Warum geht Otto Traube zum Arzt?
  2. Wer macht die Tür auf?
  3. Was sagt Frau Schneider zu Herrn Traube?
  4. Wessen Freund ist Herr Traube?
  5. Woher kennt er Fritz Schneider?
  6. Warum kann Herr Traube Herrn Dr. Schneider jetzt nicht sprechen?
  7. Was will Frau Schneider sehen?
  8. Frau Schneider kommt wieder ins Wartezimmer. Was sagt sie?
  9. Wann fängt die Sprechstunde an?
  10. Warum will Herr Traube warten?
  11. Wohin setzt er sich?
  12. Was gibt ihm Frau Schneider?

 

V. Lesen und Sprechen

Ein deutsches Café
Ein deutsches Café ist keine "Cafeteria". Man kann dort nicht sehr viel essen und trinken. Es gibt da nur Kaffee, Tee und Schokolade, Kuchen oder ein belegtes Brot.

Wenn man ins Café geht, trinkt man eine Tasse Kaffee und liest die Zeitung oder eine Zeitschrift. In einem grossen Café findet man Zeitungen und Zeitschriften aus Amerika, aus England, aus Frankreich: aus der ganzen Welt.

Im Café trifft man sich mit seinen Freunden: Herr Dr. Schneider trifft dort seinen Kollegen, Herrn Dr. Groos, und sie sprechen über ihre Arbeit und über ein neues Buch. Der Student, Herr Klein, unterhält sich mit dem Studenten, Herrn Weiss, über seine Vorlesungen und seinen Professor.

Um vier Uhr kommen die Damen. Dann bleibt kein Tisch frei. Jede Dame erzahlt etwas: von ihrem Mann, ihrem Sohn, ihrer Tochter, ihrer neuen Jacke und ihrem neuen Mantel. Dazu trinken sie viele Tassen Kaffee. Das nennt man einen Kaffeeklatsch.